Du betrachtest gerade Der Schneitelwald als kulturhistorische Waldnutzungsform
© Peter Hardt

Der Schneitelwald bei der Burgruine Hatzfeld ist ein einzigartiges Zeugnis historischer Waldnutzung aus dem Mittelalter. Damals wurden junge Hainbuchen in etwa zwei Metern Höhe zurückgeschnitten („geschneitelt“), damit sich neue Äste bildeten. Diese Zweige dienten den Bauern als Futter und Streu – ein wichtiger Bestandteil der Landwirtschaft zur Zeit der Grafen von Hatzfeld.

Seit rund 20 Jahren engagiert sich der Verein für Burg- und Heimatgeschichte Hatzfeld gemeinsam mit HessenForst dafür, diese traditionelle Form der Waldpflege zu erhalten. Dabei werden junge Hainbuchen regelmäßig auf den Stock gesetzt und nicht heimische Baumarten entfernt. So bleibt nicht nur ein Stück Kulturgeschichte lebendig, sondern auch die artenreiche, wärmeliebende Flora und Fauna in diesem Bereich wird gefördert.

Da die intensive Pflege des Schneitelwaldes dauerhaft nicht mehr allein ehrenamtlich leistbar ist, soll die regelmäßige Pflege künftig durch eine Fachfirma übernommen werden. Die obere Naturschutzbehörde in Kassel unterstützt das Vorhaben ausdrücklich, da der Schneitelwald einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität und Klimaanpassung leistet.

Geplante Maßnahmen:

  • Jährliche Pflegearbeiten im Frühjahr (Januar–März)

  • Rückschnitt des Unterholzes und Verjüngung der Hainbuchen

  • Fortführung der Zusammenarbeit mit HessenForst und Fachfirmen

Damit bleibt der Schneitelwald als bedeutsames Kultur- und Naturerbe der Region Hatzfeld für kommende Generationen erhalten.

(Tranche 5 / 2025)